Yoga kann man nicht beschreiben, man muss FÜHLEN, was es mit einem macht. – Miriam Nagler

1. Was hat dich dazu bewogen 2014 eine Yogaausbildung zu machen?

Schon während der Schule hatte ich als Übungsleiterin Tanzgruppen geleitet und selbst Wettkämpfe getanzt. Gegen Mitte des Studiums war es leider nicht mehr zu organisieren, die Tanzgruppen in der Heimat weiter zu trainieren – so fing ich zeitgleich in Regensburg mit Yoga an. Und ich durfte erleben, was es mit mir, meiner Seele, meinem Geist und meinem Körper machte. Denn Yoga muss man fühlen, man kann es nicht erklären. Es war ein schöner Ausgleich zu meinem BWL-Studium und passte super in meinem stressigen Alltag. Das Chaos des vielen Lernens wurde dadurch auf wundersame Weise sortiert. Meine Lehrerin in Regensburg hat mich so sehr inspiriert, dass ich mir dachte: „Das könnte irgendwann Dein Ersatz für das Tanzen werden.“ Ich beschloss zunächst für mich eine Yogalehrerausbildung zu machen.

2. Wie würdest du deine Yogastunden beschreiben?

Bei mir sieht jede Yogastunde anders aus. Ich versuche anfangs erstmal in die Gruppe „hineinzuspüren“. Ob sie nach einem stressigen Alltag mehr Bewegung mit schnelleren Abläufen benötigen. Sie den Kopf mal richtig ausschalten wollen, denn das schafft man, indem wir mehrere Sonnengrüße oder Vinyasas (bestimmte Bewegungsabläufe) einbauen. Oder ich merke, dass die Schüler über keinerlei Energie verfügen, um hochzufahren und dann machen wir was Entspannteres. Zudem frage ich am Anfang der Stunde gerne: „Wo ist euer Energielevel auf einer Skala 1-10 heute?“ Egal ob ich zu viel Energie/Adrenalin oder wie auch immer man es bezeichnen mag, in mir habe und mich gestresst fühle. Oder ob ich völlig ausgelaugt bin. Yoga schafft es, mich in die Ausgeglichenheit zu führen. Yoga ist sozusagen das Heilmittel, um mich in Balance zu bringen. Das ist mein Ziel in jeder Yogastunde: „Jeder darf bei sich ankommen – in seiner inneren Mitte und Balance.“

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Also kann man sagen, dass du den Unterricht individuell auf die Bedürfnisse der Gruppe anpasst und danach deine Yogastunden ausrichtest? Wie sieht eine Stunde im Detail aus?

Ja – sie sind tatsächlich individuell. Am Anfang einer Stunde steht meist eine kurze Meditation, beziehungsweise ein Ankommen auf der eigenen Matte. Ich sage ganz bewusst: „Komm erst einmal auf deiner eigenen Matte in Deiner Yogastunde an. Es ist unwichtig, was auf der Nebenmatte geschieht. Komm bei dir an.“

Am Anfang sind ein paar Atemübungen dabei, um den Geist zur Ruhe zu bringen. Und dann starten wir direkt damit, unsere Wirbelsäule aufzuwärmen. Wie das dann im Detail aussieht – da unterscheiden sich alle Stunden. Dann geht es zu einer Peak-Asana hin, ein paar Sonnengrüße und am Ende steht immer eine Endentspannung. Diese gestalte ich auch immer anders. Das Thema der Stunde passe ich oftmals an die Gruppenbedürfnisse an. Manchmal ist es der Nacken, die Schultern oder die Hüfte. Oft steht der Rücken im Vordergrund. Das Thema kann aber auch beispielsweise ein Element wie Luft (Atmung), Erde (Erdung), Wasser (fließende Bewegungen) etc. sein. Manchmal gebe ich auch noch einen Tipp oder eine Übung für den Büroalltag am Schreibtisch.

3. Drei Gründe, warum ein erfolgreicher Mensch von heute, Yoga machen sollte.

Der erste Grund ist definitiv, weil sich unser Umfeld immer schneller bewegt, täglich eine enorme Reiz- und Informationsflut auf uns einprasselt. Yoga schafft den Gegenpol hierzu. Yoga schafft den „Raum dazwischen“. Je schneller und „stressiger“ Dein Leben ist, umso mehr bist Du gefordert, den Weg in Deine innere Mitte und Balance stetig wieder zu finden – ja im besten Fall stets in Balance zu bleiben. Und das erfordert Disziplin. Man muss dran bleiben. Im Yoga synchronisieren wir die Bewegung mit der Atmung. Dies ordnet automatisch auch Deine Gedanken und bringt Deinen Geist zur Ruhe, denn sobald über die Atmung Ruhe ins System kommt, stellt sich die natürliche gesunde Ordnung ein. Und wer kennt den Spruch nicht: „In der Ruhe liegt die Kraft.“

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Der zweite Grund betrifft den sportlichen Aspekt. Mit Yoga trainieren wir unsere Tiefenmuskulatur sowie unseren Rücken. Es wirkt auf die Faszien und stärkt besonders unsere Körpermitte. Viele meiner Yogaschüler haben mir zurückgemeldet: „Seitdem ich regelmäßig Yoga mache, habe ich keine Rückenschmerzen mehr.“

Der dritte Grund ist…….Miriam lacht herzlich……FÜHLE es einfach. Es vermittelt einfach ein „schwebendes“ Körpergefühl. Das kannst Du meiner Meinung nach bei keiner anderen Sportart, also ich wüsste jetzt nicht bei welcher, so intensiv spüren. Bei keiner anderen Sportart habe ich meinen Körper bisher so BEWUSST erlebt.

Wenn du Yoga gerne mehr in deinen Alltag integrieren willst oder es einfach mal ausprobieren willst – dann schau dir das Video mit dem Fokus „Nacken & Schultern“ hier an und mach direkt mit.

Auf meinem YouTube Kanal: Miriam Nagler findest du meinen Bewegungskurs mit 16 Videos zum mitmachen.

Viel Spaß dabei :)